Die Einweihung des Tempels Salomos

Die Priester tragen die Bundeslade in den gerade fertiggestellten Tempel, und noch bevor sie ihren Dienst überhaupt beenden können, erfüllt etwas den Raum, das es ihnen physisch unmöglich macht, weiterzumachen.
The Dedication of Solomon's Temple
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Eine leere Kiste, mit gewaltiger Feierlichkeit getragen

Als die Priester die Bundeslade schließlich in den neu vollendeten Tempel trugen, war das, was sie unter den Flügeln der Kerubim im Allerheiligsten niederlegten, in physischer Hinsicht fast erstaunlich bescheiden: nichts außer den beiden Steintafeln, die Mose am Berg Sinai dort hineingelegt hatte. Kein Schatz, keine über die Jahrhunderte angesammelten prunkvollen Zusätze —nur derselbe schlichte Inhalt, den sie seit der Wüstenwanderung Israels getragen hatte, nun endlich mit einer dauerhaften Heimstatt versehen.

Ein großformatiges Gemälde eines gewandeten Königs, der vor einem prächtigen Altar kniet, umgeben von Priestern und einer Menschenmenge, mit einer ummauerten Stadt im Hintergrund.

Philips Koninck, "Salomo weiht den Tempel außerhalb Jerusalems," c. 1664 — gemeinfrei.

Ein Gottesdienst, unterbrochen von dem, wozu er einlud

Was als Nächstes geschah, war in keiner geplanten Liturgie vorgesehen. Als die Priester aus dem Heiligtum traten, hält die Schrift schlicht fest: "Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN. Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN" (1 Könige 8:10-11, Einheitsübersetzung). Die Einweihung verlief nicht einfach wie geplant —sie wurde von einer göttlichen Gegenwart unterbrochen, so dicht, dass sie den eigenen weiteren Dienst der Priester physisch unmöglich machte. Die Zeremonie wurde, in der Wirkung, von genau dem übernommen, wozu sie gebaut worden war einzuladen.

Zwei Wochen Feier, und Opfer, zu zahlreich zum Zählen

Die anschließenden Einweihungsfeiern waren nach jedem Maßstab beträchtlich: vierzehn Tage insgesamt, sieben der Einweihung des Altars gewidmet und sieben weitere dem Laubhüttenfest, begleitet von so vielen geopferten Schafen, Ziegen und Rindern, dass keine verlässliche Zählung überhaupt möglich war. Es war ein Fest, das dem Ausmaß dessen entsprach, was gerade vollbracht worden war —kein stiller, privater Ritus, sondern ein gemeinschaftliches Ereignis über zwei volle Wochen.

Warum eine leere Kiste den ganzen Unterschied machte

Die Bedeutung des gesamten Ereignisses beruht auf einem einfachen Punkt, auf den spätere Ausleger immer wieder zurückgekommen sind: Ohne die Lade darin wäre der Tempel, so architektonisch beeindruckend er auch war, lediglich ein großes Bauwerk gewesen. Die Lade symbolisierte die tatsächliche Gegenwart Gottes unter seinem Volk, und es war eben diese Gegenwart —dramatisch bestätigt durch die Wolke, die die Priester mitten im Gottesdienst zum Innehalten zwang—, die Salomos gewaltiges Bauprojekt in das verwandelte, was Israel fortan als den heiligsten Ort der Welt betrachten sollte.

Trivia

Was wurde in den neu erbauten Tempel gestellt?
Die Priester trugen die Bundeslade des Herrn in das Allerheiligste und stellten sie unter die Flügel der Kerubim, wobei sie nichts enthielt außer den beiden Steintafeln, die Mose am Berg Sinai dort hineingelegt hatte.
Was geschah, das den Dienst der Priester unterbrach?
"Als dann die Priester aus dem Heiligtum traten, erfüllte die Wolke das Haus des HERRN. Sie konnten wegen der Wolke ihren Dienst nicht verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN" (1 Könige 8:10-11) —eine göttliche Gegenwart, so überwältigend, dass sie die Zeremonie buchstäblich zum Stillstand brachte.
Wie lange dauerten die Einweihungsfeiern?
Die Feier dauerte insgesamt vierzehn Tage —sieben Tage waren der Einweihung des Altars selbst gewidmet und sieben weitere dem Laubhüttenfest, begleitet von so vielen geopferten Tieren, dass niemand eine genaue Zahl nennen konnte.
Warum ist die Bundeslade für die Bedeutung des Tempels so entscheidend?
Die Lade symbolisierte Gottes eigene Gegenwart unter seinem Volk, was bedeutete, dass der Tempel ohne sie, nach dem Urteil späterer Ausleger, nur ein beeindruckendes Bauwerk gewesen wäre, kein wirklich heiliger Ort.
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