Das Letzte Abendmahl — Einsetzung der Eucharistie

Bei einem Paschamahl, das an Israels Errettung aus der Sklaverei erinnerte, nahm Jesus Brot und Wein und gab ihnen eine völlig neue Bedeutung — aufgebaut um seinen eigenen Leib und sein Blut, und ein Gebot, es zu seinem Gedächtnis zu wiederholen.
The Last Supper — Institution of the Eucharist
Möchtest du die stille, heilige Gabe des Letzten Abendmahls über deinem eigenen Zuhause? The Last Supper — Institution of the Eucharist

Ein Paschamahl, neu gedeutet

Das Lukasevangelium bezeichnet das Letzte Abendmahl ausdrücklich als Paschamahl, das jährliche Gedenken an Israels Errettung aus der Sklaverei in Ägypten. Bei diesem Mahl stellte Jesus das uralte Fest in einen völlig neuen Zusammenhang: "Und er nahm Brot, sprach das Dankgebet, brach es und reichte es ihnen mit den Worten: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird" (Lk 22,19-20, Einheitsübersetzung). Die Errettung des Paschafestes findet hier eine neue Bedeutung, besiegelt nicht im Blut eines Opferlamms, sondern in Jesu eigenem.

Eine Andachtsdarstellung Jesu, der mit seinen Aposteln an einem Tisch sitzt, Brot bricht und einen Kelch erhebt.

Traditionelle Darstellung des Letzten Abendmahls — gemeinfrei.

Eine Überlieferung, die Paulus nach eigenen Worten unmittelbar empfing

Der früheste schriftliche Bericht dieses Moments stammt gar nicht aus den Evangelien — er stammt aus Paulus' Brief an die Korinther, verfasst Jahre bevor irgendein Evangelium geschrieben wurde. Paulus ist ausdrücklich, woher er ihn hat: "Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich euch dann überliefert habe: Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis!" (1 Kor 11,23-25, Einheitsübersetzung).

Ein Gebot, das wiederholt werden soll

"Tut dies zu meinem Gedächtnis" ist nicht als einmalige Anweisung für jenen einen Abend formuliert. Das zugrunde liegende Griechisch trägt den Sinn einer fortwährenden, wiederholten Handlung — etwas, das die Gemeinschaft immer wieder tun sollte, gerade damit sie Jesus und die Bedeutung seines Todes im Gedächtnis behielte. Paulus macht diesen fortdauernden Zweck ausdrücklich: "Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt" (1 Kor 11,26, Einheitsübersetzung).

Ein neuer Bund, besiegelt wie der alte

Die Verwendung der Bundessprache ist bewusst gewählt. Israels alter Bund am Sinai war mit dem Blut geopferter Tiere besiegelt worden. Indem er den Kelch als "den neuen Bund in meinem Blut" bezeichnet, zieht Jesus eine unmittelbare Parallele — er verkündet einen Bund, der den alten zugleich erfüllt und übertrifft, besiegelt nicht mit dem Blut eines Tieres, sondern mit seinem eigenen, bei einem Mahl, das schon seit Jahrhunderten von Errettung handelte.

Trivia

Was sagte Jesus bei der Einsetzung der Eucharistie?
'Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis!' und 'Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird' (Lk 22,19-20, Einheitsübersetzung).
Wie beschreibt Paulus denselben Moment im ersten Korintherbrief?
'Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis!' (1 Kor 11,23-24, Einheitsübersetzung) — ein Bericht, den Paulus nach eigenen Worten unmittelbar vom Herrn empfangen hat.
Um welches Mahl handelte es sich beim Letzten Abendmahl, und warum ist das wichtig?
Es war ein Paschamahl, das an Israels Errettung aus der Sklaverei in Ägypten erinnerte; Jesus stellt diese uralte Errettung in den Zusammenhang eines neuen Bundes, besiegelt in seinem eigenen Blut, und greift damit auf, wie schon der alte Bund mit Blut besiegelt worden war.
Was bedeutet 'tut dies zu meinem Gedächtnis'?
Die griechische Formulierung trägt den Sinn einer wiederholten rituellen Vergegenwärtigung, die die Gemeinschaft fortwährend an Jesus und die Bedeutung seines Todes erinnern soll, nicht eine einmalige Anweisung.
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