Die heilige Monika — Tränen für Augustinus

Eine Ehe, verwandelt durch Geduld statt Konfrontation
Monikas eigene Ehe bot bereits eine frühe Vorschau auf die Beharrlichkeit, die ihr Leben prägen sollte. Ihr Mann Patricius war ein Heide mit dem Ruf eines jähzornigen Temperaments und eines unmoralischen Lebenswandels —kaum eine vielversprechende Verbindung für eine fromme Christin. Doch Monikas eigene Tugenden und ihr beharrliches Gebet werden dafür verantwortlich gemacht, ihn allmählich weicher gestimmt zu haben, was schließlich um 370 zu seiner Bekehrung und Taufe führte. Es war, im kleineren Maßstab, eine Vorschau auf den weit längeren Feldzug der Geduld, den sie bald gegenüber ihrem eigenen Sohn führen sollte.
Gioacchino Assereto, "Der heilige Augustinus und die heilige Monika," 17. Jahrhundert — gemeinfrei.
Zusehen, wie ein Sohn zu einem Glauben abdriftet, den sie nicht hinnehmen konnte
Dieser Sohn, Augustinus, bereitete Monika weit größeren und langwierigeren Kummer. In Karthago fühlte er sich zu den Lehren des Mani hingezogen und wurde Manichäer —ein religiöser Weg, den Monika für falsch hielt und der echte Distanz zwischen ihrem eigenen Glauben und den gewählten Überzeugungen ihres Sohnes schuf. Als Augustinus später nach Mailand zog, folgte Monika ihm dorthin, statt die Entfernung die Sache entscheiden zu lassen, und hoffte weiter auf eine Wende, die zu erzwingen sie keine Möglichkeit hatte.
Siebzehn Jahre der Tränen, und der Trost eines Bischofs
Die volkstümliche Überlieferung besagt, Monika habe rund siebzehn Jahre lang jede Nacht um ihren Sohn geweint und ohne klaren Beweis, dass ihre Gebete erhört würden, weitergebetet. Irgendwann in dieser langen Zeit suchte sie einen ungenannten Bischof auf, der ihr Worte mit auf den Weg gab, die untrennbar mit ihrer Geschichte verbunden werden sollten: dass ein Kind, um das so viele Tränen vergossen worden seien, unmöglich verloren sein könne. Es ist ein kleiner, stiller Moment des Trostes in einer Geschichte, die sonst von anhaltender Ungewissheit geprägt ist —die Zusicherung eines Fremden, angeboten ohne anderen Beweis als Überzeugung.
Ein erhörtes Gebet, und ein Leben, das kurz danach endete
Um 387, mit dreiunddreißig Jahren, bekehrte sich Augustinus schließlich zum Christentum und wurde von Bischof Ambrosius in Mailand getauft —das Ergebnis, auf das Monika fast zwei Jahrzehnte lang betend und weinend hingearbeitet hatte, nun endlich eingetreten. Sie erlebte es noch mit. Kurz danach, als sie und Augustinus sich anschickten, gemeinsam nach Thagaste zurückzukehren, erkrankte Monika und starb in Ostia, nahe Rom —ihr prägendstes Gebet erhört nur wenig, bevor ihr eigenes Leben endete.
Trivia
Wie war Monikas Ehe?
Warum weinte Monika so viele Jahre lang um Augustinus?
Was sagte ein Bischof Monika während ihrer jahrelangen Fürbitte für Augustinus?
Erlebte Monika Augustinus' Bekehrung noch mit?



