Unsere Liebe Frau von Fátima

Drei Kinder, sechs Besuche
Die Ereignisse von Fátima drehen sich um drei junge Hirten: Lúcia dos Santos, zehn Jahre alt, und ihre Cousins Francisco und Jacinta Marto, acht und sechs Jahre alt. Beim Hüten der Schafe in der Nähe ihres Dorfes in Zentralportugal berichteten die Kinder, eine strahlende Frau gesehen zu haben, die ihnen sechsmal erschien, einmal im Monat, zwischen dem 13. Mai und dem 13. Oktober 1917 —ein anhaltendes Muster statt eines einzelnen, isolierten Ereignisses, das der Kunde von den Besuchen Zeit gab, sich weit über ihre eigenen Familien hinaus zu verbreiten.
Statue Unserer Lieben Frau von Fátima, Cova da Iria, Fátima, Portugal — Fotografie, eigenes Werk.
Eine Botschaft, die auf Gebet setzte, nicht auf Spektakel
Den Kindern zufolge gab sich die Frau bei einer der späteren Erscheinungen als "Dame vom Rosenkranz" zu erkennen, und ihre Botschaft betonte während der gesamten Besuche das Gebet —besonders den Rosenkranz— zusammen mit Buße und Umkehr. Sie soll auch das mitgeteilt haben, was als die Drei Geheimnisse von Fátima bekannt wurde, einschließlich Visionen, die die Kinder nur schwer beschreiben konnten, und einer Botschaft, die im Nachhinein weithin als Vorhersage des Zweiten Weltkriegs gedeutet wurde.
Eine Menge von siebzigtausend, die zum Himmel blickte
Bis zum Tag der sechsten und letzten Erscheinung hatte die Kunde von den Berichten der Kinder eine gewaltige Menschenmenge angezogen —geschätzt auf rund 70.000 Menschen, Gläubige wie Skeptiker gleichermaßen, die sich eigens versammelt hatten, um zu sehen, was geschehen würde. Was viele von ihnen zu erleben berichteten, wurde als das "Sonnenwunder" bekannt: Die Sonne schien sich zu drehen, die Farbe zu wechseln und sich unberechenbar am Himmel zu bewegen —ein Ereignis, beschrieben von einem weit größeren und vielfältigeren Publikum, als es die drei Kinder waren, mit denen alles begonnen hatte.
Eine vorsichtige Kirche, und zwei sehr junge Heilige
Statt rasch zu handeln, untersuchte die katholische Kirche die Erscheinungen von Fátima mit bemerkenswerter Vorsicht und erklärte sie erst 1930 offiziell für glaubwürdig —dreizehn Jahre nach den Ereignissen selbst. Francisco und Jacinta starben beide jung, während der Grippeepidemie, die auf den Ersten Weltkrieg folgte, während Lúcia als Karmelitin bis 2005 weiterlebte. 2017, zum hundertsten Jahrestag der ersten Erscheinung, sprach Papst Franziskus Francisco und Jacinta heilig und machte sie damit zu den jüngsten Heiligen der Kirchengeschichte, die je heiliggesprochen wurden, ohne Märtyrer gewesen zu sein.
Trivia
Wer waren die drei Kinder, die die Erscheinungen meldeten?
Wie oft ereigneten sich die Erscheinungen?
Was war das 'Sonnenwunder'?
Hat die Kirche die Erscheinungen offiziell anerkannt?



