Unsere Liebe Frau von Lourdes

Zwischen Februar und Juli 1858 berichtete ein vierzehnjähriges Mädchen namens Bernadette Soubirous, an einer Grotte am Rande ihrer kleinen französischen Stadt achtzehnmal "eine Dame" gesehen zu haben. Was sie beschrieb, und wie die Kirche darauf reagierte, machte eine unscheinbare Grotte zu einem der meistbesuchten Wallfahrtsorte der katholischen Welt.
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Achtzehn Besuche an einer Grotte am Stadtrand

Die Ereignisse von Lourdes entfalteten sich über eine bestimmte, gut dokumentierte Zeitspanne: Zwischen dem 11. Februar und dem 16. Juli 1858 berichtete Bernadette Soubirous, damals vierzehn Jahre alt, an der Grotte von Massabielle am Rande ihrer Heimatstadt achtzehnmal "eine Dame" gesehen zu haben. Die Besuche waren kein einzelnes dramatisches Ereignis, sondern ein anhaltendes Muster, über fünf Monate verteilt, das wachsende Menschenmengen anzog, die kamen, um Bernadette zu beobachten, während sie in Gebet an der Grotte kniete, oft sichtlich bewegt von etwas, das niemand sonst Anwesender sehen konnte.

Eine Nahaufnahme einer ruhigen weißen Gipsstatue einer Frau mit gefalteten Händen im Gebet, die einen Schleier trägt.

Joseph-Hugues Fabischs Modell von Unserer Lieben Frau von Lourdes aus dem Jahr 1864, Musée de Fourvière — CC0, Foto von Romainbehar.

Ein Name, nur einmal gegeben

Bei den meisten dieser achtzehn Besuche gab die Gestalt, die Bernadette beschrieb, keinen Namen an. Das änderte sich am 25. März, als sich die Dame, laut Bernadettes Bericht, direkt zu erkennen gab: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis" —ein Titel, der an eine Lehre gebunden ist, die die katholische Kirche erst vier Jahre zuvor, 1854, formell definiert hatte. Dass eine Vierzehnjährige ohne theologische Ausbildung einen so spezifischen und erst kürzlich definierten Titel berichtete, wurde zu einem der Details, die kirchliche Untersucher bei der Bewertung ihres Berichts sorgfältig abwogen.

Eine Quelle, die zu einem Reiseziel wurde

Über die Erscheinungen selbst hinaus wurde Bernadette zu einer Quelle an der Grotte geführt —ein Detail, das alles prägen sollte, was Lourdes danach werden würde. Diese Quelle, und die damit über die folgenden Jahrzehnte verbundenen angeblichen Heilungswunder, verwandelten eine unscheinbare Grotte am Rande einer kleinen französischen Stadt in eines der meistbesuchten Wallfahrtsziele der katholischen Welt, das bis heute jährlich Millionen von Besuchern anzieht.

Eine formelle, vorsichtige Untersuchung

Die Kirche akzeptierte Bernadettes Bericht nicht einfach auf ihr Wort hin. Es folgte eine formelle Untersuchung, und erst am 18. Februar 1862 —fast vier Jahre nachdem die Erscheinungen begonnen hatten— erklärte der örtliche Bischof ihre Berichte für "glaubwürdig". Papst Leo XIII. billigte später den 11. Februar, den Jahrestag der ersten Erscheinung, als offizielles Fest Unserer Lieben Frau von Lourdes. Bernadette selbst wurde Jahrzehnte später heiliggesprochen, erinnert weniger für irgendetwas, das sie behauptete getan zu haben, und mehr für die schlichte, gleichbleibende Beständigkeit, mit der sie beschrieb, was sie zu sehen behauptete.

Trivia

Wer berichtete von den Erscheinungen in Lourdes?
Bernadette Soubirous, ein vierzehnjähriges Mädchen aus Lourdes, Frankreich, das berichtete, zwischen dem 11. Februar und dem 16. Juli 1858 achtzehnmal "eine Dame" an der Grotte von Massabielle gesehen zu haben.
Hat sich die Dame jemals zu erkennen gegeben?
Ja —am 25. März 1858, während einer der späteren Erscheinungen, berichtete Bernadette, dass sich die Dame als "die Unbefleckte Empfängnis" zu erkennen gab.
Wozu führte die Erscheinung am Ort selbst?
Bernadette wurde zu einer Quelle an der Grotte geführt, die mit angeblichen Heilungswundern in Verbindung gebracht wurde und bis heute im Mittelpunkt der Wallfahrt und des Gebets in Lourdes steht.
Hat die Kirche bestätigt, dass die Erscheinungen echt waren?
Nach einer formellen Untersuchung erklärte der örtliche Bischof Bernadettes Berichte am 18. Februar 1862 für "glaubwürdig", und Papst Leo XIII. billigte später den 11. Februar als Fest Unserer Lieben Frau von Lourdes.
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