Der heilige Johannes Maria Vianney

Vianney wird beinahe überhaupt kein Priester —als junger Mann funktional Analphabet, in Napoleons Armee eingezogen, mit ernsten Schwierigkeiten im Lateinischen. Was er stattdessen wird, einmal geweiht, ist ein Mann, für den Menschenmengen quer durch Frankreich reisen, um ihm im Beichtstuhl gegenüberzusitzen.
Saint John Vianney
Möchtest du Vianneys geduldige, barmherzige Hingabe über deinem eigenen Zuhause? Saint John Vianney

Ein künftiger Priester, der kaum lesen konnte

Jean-Baptiste-Marie Vianneys Weg zum Priestertum verlief alles andere als glatt. Geboren 1786 als Sohn frommer, aber armer Bauerneltern nahe Lyon, arbeitete er von früher Jugend an auf den Feldern und wuchs funktional analphabetisch auf, fähig, Gebete durch die Unterweisung seiner Mutter auswendig zu lernen, doch ohne die formale Bildung, die das Priesterseminar verlangte. Seine Schwierigkeiten mit dem Lateinischen waren so ernst, dass er Privatunterricht brauchte, nur um mitzuhalten, und sein Studium wurde dann vollständig unterbrochen, als er 1809 in Napoleons Armee eingezogen wurde.

Ein Kirchenfenster, das einen alten Priester mit weißem Haar in prächtigen, goldbesetzten Gewändern zeigt.

Kirchenfenster-Darstellung des heiligen Johannes Maria Vianney — CC BY-SA 4.0, BarãoPandora.

Verloren, versteckt, und dennoch schließlich geweiht

Ob durch Zufall oder Absicht, Vianney trennte sich von seiner Einberufungsgruppe und landete in einem abgelegenen, von Armeedeserteuren bevölkerten Dorf, wo er sich verborgen hielt, bis 1810 eine allgemeine Amnestie erlassen wurde. Er nahm sein Studium anschließend wieder auf und wurde 1815 endlich geweiht —ein verschlungener, unwahrscheinlicher Weg zum Priestertum für einen Mann, dessen schulische Schwierigkeiten ihn leicht schon vorher hätten scheitern lassen können.

Ein winziges Dorf, und ein enormer persönlicher Einsatz

1818 wurde Vianney nach Ars versetzt, ein Dorf mit nur 230 Einwohnern, kaum ein bedeutender Posten innerhalb der weiteren Kirche. Er behandelte ihn als alles andere als geringfügig und widmete sich der Betreuung der ärmsten Familien der Pfarrei, der Instandsetzung der Dorfkirche, der Organisation von Festtagen und der Gründung von La Providence, einem Heim für Mädchen —jene Art von beständigem, persönlichem, wenig glanzvollem Dienst, der selten Schlagzeilen macht, aber eine kleine Gemeinschaft nach und nach verändert.

Sechzehn Stunden am Tag, für jeden, der kam

Berühmt machte Vianney jedoch seine einzigartige Hingabe im Beichthören —oft verbrachte er bis zu sechzehn Stunden am Tag im Beichtstuhl, während Scharen von Büßern begannen, eigens aus ganz Frankreich anzureisen, um bei ihm zu beichten. Es war diese anhaltende, fast unmögliche persönliche Erreichbarkeit, die seinen Ruf noch zu Lebzeiten begründete, und die Papst Pius XI. 1929 dazu veranlasste, ihn zum himmlischen Patron der Pfarrer weltweit zu ernennen —eine Anerkennung für einen Mann, dessen schulische Anfänge nichts von dem Andrang hatten erahnen lassen, den sein Wirken schließlich hervorrufen würde.

Trivia

Warum tat sich Vianney schwer damit, Priester zu werden?
Auf einem Bauernhof mit wenig formaler Bildung aufgewachsen, war er als junger Mann funktional Analphabet und brauchte Privatunterricht, um das für das Priesterseminar erforderliche Latein zu bewältigen, was zusätzlich unterbrochen wurde, als er 1809 in Napoleons Armee eingezogen wurde.
Was geschah mit Vianney während seines Militärdienstes?
Er trennte sich von seiner Einberufungsgruppe und versteckte sich schließlich in einem abgelegenen Dorf unter Armeedeserteuren, bis 1810 eine allgemeine Amnestie erlassen wurde, bevor er 1815 schließlich zum Priester geweiht wurde.
Wie sah Ars aus, als Vianney dort ankam?
1818 wurde er nach Ars geschickt, ein kleines französisches Dorf mit nur 230 Einwohnern, wo er sich der Betreuung der ärmsten Familien, der Instandsetzung der Kirche und der Gründung von La Providence widmete, einem Heim für Mädchen.
Warum ist Vianney der Patron der Pfarrer?
Er wurde berühmt für seine außergewöhnliche Hingabe im Beichthören, verbrachte manchmal bis zu sechzehn Stunden am Tag im Beichtstuhl, während Scharen von Büßern aus ganz Frankreich zu ihm reisten, was Papst Pius XI. 1929 dazu veranlasste, ihn zum weltweiten Patron der Pfarrer zu ernennen.
Saint John Vianney
Möchtest du Vianneys geduldige, barmherzige Hingabe über deinem eigenen Zuhause? Saint John Vianney
✦   Link copied

Find us

Explore the full collection and bring sacred art into your home.